Leipziger Lerchen

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12 kleine Pasteten / OLV / V
süß + sehr delikat!


150 g geschmolzene Butter / Veggie-Butter,
100 g Zucker,
2 Eigelb / 50 g Seidentofu,
1 T. Vanillezucker,
1/2 TL Backpulver,
1 Prise Salz,
300 g Dinkelmehl Type 630

zu einem Teig rühren. Den Teig jetzt ggf. noch so mit
Mehl / Milch / Veggie-Drink nachregulieren, dass ein formbarer Teig entsteht.

Den Teig zu einer Rolle formen, 1/4 der Rolle abschneiden und ausrollen, Sterne oder Streifen ausstechen bzw. ausschneiden und beiseite legen.
Die verbleibenden 3/4 der Rolle in 12 Scheiben schneiden und als randhohe Nester in eine gefettete Muffinform drücken. Da die Lerchen sich etwas schwer heraus hebeln lassen, empfiehlt es sich, zuvor jede Mulde mit einem Backpapierstreifen auszulegen, dessen Enden über den Rand hinaus ragen (aber keine Papierförmchen benutzen).
200 g Aprikosenmarmelade in die Teigvertiefungen geben (je 1 geh. EL).

Nun die Füllung herstellen:
125 g geschmolzene Butter / Veggie-Butter,
125 g Zucker,
1 Prise Salz,
1 Eigelb
(vegan: Eigelb weglassen),
5 Tropfen Bittermandelaroma,
150 g gemahlene Mandeln,
50 g Mehl,
25 g Stärke
und zuletzt
3 steif geschlagene Eiweiße (vegan: 150 g Seidentofu)
zu einer Füllmasse verrühren und jeweils 1 geh. EL hiervon auf die Marmelade geben.
Die Teigsterne bzw. -streifen auflegen und evtl. mit
1 verquirlten Eigelb / 1 EL Sojasahne, bestreichen.
Ca. 25 Minuten bei 180 Grad C Ober- und Unterhitze (vorgeheizt) backen – bis sie beginnen zu bräunen
Die kleinen Pasteten nach dem Backen komplett auskühlen lassen und dann mit einem stumpfen Messer vom Rand lösen.

Tip
1 Tropfen Aroma fällt aus dem Fläschchen heraus, indem du einen Zahnstocher oder die Zinke einer Kuchengabel 1x in das Aromafläschchen schiebst und wieder herausziehst.
Du kannst diese kleinen Pasteten 2 bis 3 Tage lagern, sie werden dabei immer besser.

Die Geschichte dazu: 1876 wurde im Leipziger Stadtgebiet die Jagd auf Singvögel und damit auf Lerchen verboten. Es gab offensichtlich Menschen, die diese kleinen Braten schmerzlich vermissten, weshalb Leipziger Konditoren einen Ersatz in Form kleiner Pasteten kreierten – möglicherweise als historisch erster vegetarischer Fleischersatz.
Leider sind die Lerchen heute wieder vom Aussterben bedroht, da sie in niedriger Vegetation brüten, die es aufgrund intensiver Landwirtschaft kaum noch gibt. Für mich gehörten die Lerchen, hoch oben am Himmel stehend und trillernd, seit meiner Kindheit zum Sommer dazu. Heute höre ich sie nur noch selten.


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