ital. Pasta

Die Urnudel bestand wahrscheinlich aus Buchweizen (von Hand zermahlene Körner), Wasser und Salz. Seitdem hat sie sich in vielfältigster Weise weiterentwickelt und ihren Siegeszug um die Erde so gut wie vollendet. Eine eindrucksvolle Übersicht findest du hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Pastaformen
Asiatische Nudelarten
– Reisnudeln: Reis, Stärke + Wasser
– Mienudeln: Weichweizenmehl + Wasser
– Glasnudeln: Stärke + Wasser
– Konjaknudeln: asiatische Konjakwurzel + Wasser
Als „Ramen“ wird in Asien eine Streetfood-Suppe bezeichnet, die typischerweise aus heiß dampfender Brühe, Asia-Nudeln, würzigen Einlagen und ganz unterschiedlichen frischen Toppings besteht.
Nudelgewichte
Pro Person rechnet man für eine Hauptspeise 125 g getrocknete Nudeln.
100 g getrocknete Nudeln ergeben fertig gekocht etwa die dreifache Menge, also 300 g fertig gekochte Nudeln.
100 g Nudeln aus selbst gemachtem und nicht getrocknetem Teig ergeben etwa 125 g fertig gekochte Nudeln.
Nudeln kochen
Es gibt viele Empfehlungen: Öl in das Kochwasser (nein, was soll das Öl denn da, es verbindet sich eh nicht mit dem Wasser und der Nudel und kann insofern auch ein Zusammenkleben nicht verhindern). Recht viel Salz in das Kochwasser, damit die Nudel ihr Salz nicht an das Wasser abgibt: meines Erachtens auch ein nein, denn der Garvorgang beginnt im Kochwasser ja sofort und dann dringt aus der Nudel auch kein Salz mehr nach außen. Außerdem gibt es ja eine würzige Soße zu deinen Nudeln – oder?
Ganz einfach: Fülle einen 5 Liter-Topf zur guten Hälfte mit Wasser, lass‘ dieses im geschlossenen Topf aufkochen, gib die Nudeln (bis zu 500 g; Spaghetti ggf. vorher mittig durchbrechen) hinein und rühre sofort 1x gut um, damit die Nudeln getrennt bleiben. Nun einen langen Holzlöffel in den Topf stellen (soll das Überkochen verhindern) und die Nudeln im offenen Topf kochen; ggf. die Temperatur anpassen (das Wasser soll sprudeln, aber wiederum auch nicht so stark, dass es bis an den Topfrand geht). Die auf den Packungen angegebene Kochzeit reicht in der Regel nicht aus, deshalb probiere selbst, wann sie für dich richtig sind. Für mich soll die Nudel durch sein, noch leichten Biss haben, aber auf keinen Fall labberig-weich sein. In Italien sagt man, die Nudel soll „al dente“ sein, dem Zahn also noch leichten Widerstand bieten.
Nach dem Kochen die Nudeln in ein Nudelsieb abschütten. Die Nudeln nicht mit kaltem Wasser abschrecken; sie sollen ja heiß bleiben.
Für die Teenies unter uns: das Sieb in das Spülbecken stellen, Topflappen nehmen und,- ganz wichtig – die Nudeln von dir weg in das Sieb gießen. Möglicherweise ist es für dich sicherer, den Topf neben die Spüle zu stellen und die Nudeln portionsweise mit einer Nudelkelle aus dem Wasser in das Nudelsieb zu heben.
Sollen die Nudeln sofort gegessen werden, dann stelle ich das Sieb auf einen Teller und sie kommen so auf den Tisch. Kühlen die Nudeln im Sieb ab, z. B. für einen Nudelsalat, dann pappen sie zusammen. Lässt man dann kaltes Wasser darüber laufen und geht mit den Fingern durch, lösen sie sich wieder gut voneinander.
Nudel-Manufaktur
Braucht die Nudel eigentlich ein Ei? Nein, prinzipiell nicht, die Italiener machen es uns ja vor. Ihre Pasta bestehen aus Hartweizen, Wasser und Salz – sonst nichts. In gut sortierten Supermärkten gibt es eine Vielzahl eifreier Nudeln, so habe ich z. B. auch schon eifreie Gabelspaghetti gefunden.
Mit dem richtigen Nudelteigrezept lassen sich Nudeln gut selbst herstellen. Dafür braucht es aber etwas Muße; in einen stressigen Alltag passt das nicht. Hast du aber zwei- bis dreimal deine Tagliatelle / Quadretti / Maltagliati selbst gemacht, dann gehen sie dir leicht von der Hand! Falls du direkt beginnen möchtest – hier findest du das Rezept: 📜Tagliatelle-Manufaktur.
Viel Erfolg dabei!
vegetarisch.kompakt-billeburg.de